06.10.07 - 19:27 Von VfL

VfL siegt 5:2 im Ostfriesland-Derby

06.10.07: Fußballspiele gegen den Ostfriesland-Rivalen TuS Esens waren für den VfL Germania Leer in der Vergangenheit immer von besonderer Bedeutung. Im September 2000 reisten die Leeraner mit Trainer Heino Müller am vierten Spieltag sieglos nach Esens, siegten dort mit 3:1 und legten den Grundstein für eine erfolgreiche Niedersachsenliga-Saison. Im Februar 2005 gab es gegen Esens einen deutlichen 4:0-Erfolg. Der VfL nahm die Euphorie aus diesem Spiel mit und stieg am Saisonende als Landesliga-Meister auf.
Das Derby beim TuS Esens vom Freitagabend reihte sich nun in diese Liste ein. Mit 5:2 siegte Germania eindrucksvoll beim Ostfriesland-Rivalen. Vier Spiele waren die Leeraner zuvor sieglos geblieben, das Wort „Abstiegskampf“ war plötzlich bedrohlich präsent. Doch von Verunsicherung war bei der Lünemann-Elf nichts zu spüren. Im Gegenteil. Der VfL spielte so befreit auf wie selten zuvor in der Ära Lünemann. Laufbereitschaft und spielerische Elemente griffen wie Zahnrädchen ineinander - zumindest ab der 15. Minute, denn in der Anfangsviertelstunde waren die Gastgeber optisch überlegen. Allerdings konnten sich die Esenser keine echte Chance erspielen. Angetrieben von beeindruckend lautstarken Germania-Fans nutzten die Leeraner ihre erste Möglichkeit hingegen eiskalt. Bernhard Lübbers traf in der 18. Minute zur 1:0-Führung für die Gäste. Das Tor verlieh dem VfL die nötige Sicherheit. Fortan gelang den Leeranern fast alles. Tomasz Kurpiel erhöhte in der 32. Minute auf 2:0 für Leer. Kurpiel hatte im Sturm den Vorzug vor Erhan Colak erhalten. Es war eine von mehreren Umstellungen, die VfL-Trainer Johann Lünemann nach dem enttäuschenden Havelse-Spiel vom Mittwoch vorgenommen hatte. So durfte in Esens auch Sergej Mut ran und Timo Lindemann kam nach langer Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an zum Einsatz. Von ihm war Lünemann besonders begeistert: „Eine überragende Leistung.“
Viel Lob gab es aber auch für Tomasz Kurpiel, der das 3:0 für den VfL vorbereitete. Nach seiner präzisen Flanke traf Sergej Mut per Flugkopfball zum 3:0 (49.). Es folgten große Auftritte von Mittelfeldrenner Bernhard Lübbers, der plötzlich seine Torjägerqualitäten entdeckte. Zwei Germania-Konter schloss Lübbers eiskalt ab und erhöhte damit auf 4:0 (64.) und 5:0 (69.) für die Gäste. Die lediglich 250 Zuschauer im Stadion an der Peldemühle trauten ihren Augen kaum, während die rund 80 mitgereisten Leeraner ausgelassen feierten.
Ab der 75. Minute ging den Germania-Spielern etwas die Puste aus. „Ich hatte das eigentlich schon früher erwartet. Schließlich hatten wir noch das anstrengende Havelse-Spiel vom Mittwoch in den Knochen“, war Germania-Trainer Johann Lünemann nicht böse.
So kam der TuS Esens noch zu zwei Ehrentreffern. De Lege erzielte in der 77. Minute das 1:5, Probst verkürzte in der Schlussminute auf 2:5.
„Ich bin hochzufrieden mit meiner Mannschaft. Man darf diesen deutlichen Sieg jetzt aber nicht überbewerten. Wir haben gut gespielt und müssen solch eine Leistung jetzt auch in Bavenstedt zeigen, um dort zu bestehen“, drückte Lünemann auf die Euphoriebremse. Doch zunächst dürfen die Leeraner ein wenig feiern. Denn ausgerechnet am Gallimarkt-Wochenende ist Germania spielfrei. Erst am Sonnabend, 20. Oktober, muss der VfL zum Tabellenfünften SV Bavenstedt reisen.

Esens: Reichow, Blech, Probst, Schipper, Heien, Dichmann (59. Meyer), Pham, Jashari (46. Schulz), Timur (59. Conring), Diener, de Lege.

Der VfL: Lücking, Duwe, Wessels, Klemm, Mut (78. Colak), Lübbers (88. Heijenga), Rodriguez, Lindemann (72. Harries), Bertram, Weber, Kurpiel.

Tore: 0:1 Lübbers (18.), 0:2 Kurpiel (32.), 0:3 Mut (49.), 0:4 und 0:5 Lübbers (64. und 69.), 1:5 de Lege (77.), 2:5 Probst (89.).

Fotos vom Spiel gibt es HIER!

Kategorie: Oberliga-Mannschaft

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